Duftwicken entspitzen zur Förderung von Seitentrieben und Blüten

Nahaufnahme der Blüten von Duft- oder Edelwicken
Die Duftwicken am Zaun in aller Pracht und wunderbar duftend

Duftwicken entspitzen ist wichtig, um die jungen Pflanzen zu einem buschigen Wuchs und damit Blütenreichtum anzuregen. Im folgenden Artikel finden Sie Tipps zur Anzucht von Duftwicken, Infos zur Ur-Wicke Cupani und wie wichtig Wild-Wicken im Garten für Bienen sind.

Seit über 300 Jahren wird die Duftwicke als Zier- und Duftpflanze von Gärtnern geschätzt und gezüchtet. Duftwicken werden auch Edelwicken oder Wohlriechende Platterbsen genannt. Diese Bezeichnung ist eigentlich die botanisch korrekte. Denn Duftwicken gehören zur Gattung der Platterbsen (Lathyrus) und sind botanisch gesehen keine Wicken (Vica). Beide Gattungen gehören aber zur Familie der Hülsenfrüchtler und Schmetterlingsblütler.

Anzucht und Entspitzen der Duftwicken

Die Duftwicken ziehe ich im frühen Frühjahr immer vor: Zuerst im Haus auf der Fensterbank und nach ca. drei Wochen draußen in einem kleinen Zimmergewächshaus. Das ist ein Folien-Gewächshaus für drinnen und draußen gleichermaßen. 2019 habe ich die Duftwicken am 05. März in Töpfen angesät und am 27. März 2019 nach draußen ins Foliengewächshaus gestellt.

Wenn sich die Wickensämlinge mit ca. 15 cm gut entwickelt haben, sollte man sie entspitzen. Das Entspitzen der Duftwicken fördert den buschigen Wuchs der Kletterpflanze. Dazu wird das oberste Blattpaar abgezwickt. Ohne Entspitzen bleiben die Duftwicken spindelig und wachsen nur eintriebig in die Höhe.

Rankhilfen für Edelwicken

Die vorgezogenen Duftwicken können ab Ende April in den Garten ausgepflanzt werden. Als Kletterpflanzen brauchen sie dort unbedingt Rankhilfen. Das können Gitter oder Maschendrahtzäune sein oder Rankgerüste aus Baustahl und ähnliches.
Edelwicken können auch im Topf für Terrasse oder Eingangsbereich gezogen werden. Den richtigen Umgang mit vorgezogenen Duftwicken und die Erstellung einer einfachen und gleichzeitig aparten Rankhilfe für Topf-Wicken zeigt der Gartenblog von Kerstin Jakobs-Haubold (Link siehe unten).
Ob im Freiland oder im Topf: Zur Blütezeit sollten die abgeblühten Blüten der Duftwicken regelmäßig ausgeschnitten werden um die Bildung neuer Blüten anzuregen.
Mehr zur Pflege der Edelwicken siehe unten in den Links.

Duftwicken – Arten und Sorten

Wicken gibt es im Garten einige: Natürlich die nicht duftende, aber dafür mehrjährige Staudenwicke und sogar die duftende Ur-Edelwicke, die Sorte Cupani. Sie ist benannt nach dem Mönch Cupani, dem Entdecker dieser wunderbaren Sommerblumen. Er hat die Wildsorte der Duftwicken 1695 auf Sizilien entdeckt und nach England gebracht. Dort wurde sie schnell als Schnittblume beliebt und ab Anfang des 18. Jahrhunderts  züchterisch weiterentwickelt. Historische, robuste und besonders duftende Edelwicken sind als Saatgut noch immer im Handel zu finden. Links dazu weiter unten.

Und es gibt auch die mehr oder weniger geliebten Wicken als Wildkräuter im Garten: Zaunwicke und Vogelwicke. Beide Arten können sich im Garten über Samen und Wurzelausläufer relativ schnell und umgreifend ausbreiten. Das ist nicht immer Sinne der Gärtner. Die Vogelwicke zum Beispiel kann als sogenannter Austrocknungsstreuer ihre Samen bis zu 2 Meter weit schleudern.
Aber Gärtner und Gärtnerin darf nicht vergessen: Die wilden Wicken sind sind ökologisch wertvoll. Sie bieten im Sommer für Honigbienen und Wildbienen über lange Wochen hinweg ein sehr reiches Angebot an Nektar und Pollen. Wicken sind eine wertvolle Bienenweide.

Links

 

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