Brennnesseljauche, Effektive Mikroorganismen und Gesteinsmehl – Pflanzenstärkung

Nahaufnahme einer blühenden Brennnessel
Brennnesseln sind ökologisch wichtig und wertvolle Rohstofflieferanten

Brennnesseljauche ist für mich das beste Pflanzenstärkungsmittel das die Naturapotheke für den Gärtner bereit hält.
Nach dem Pflanzenschutzgesetz  sind Pflanzenstärkungsmittel „Stoffe und Gemische einschließlich Mikroorganismen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, allgemein der Gesunderhaltung der Pflanzen zu dienen“ und sind so gesetzlich deutlich unterschieden von den Pflanzenschutzmitteln. Das wird in Frankreich leider anders gesehen (s.u.)

Ich setze auf Brennnesseljauche, Gesteinsmehl und Effektive Organismen (EM) und berichte darüber im folgenden Artikel. „Brennnesseljauche, Effektive Mikroorganismen und Gesteinsmehl – Pflanzenstärkung“ weiterlesen

18. März – Karotten vorziehen, Tomaten pikieren, ein Lob dem Schneckenring

Gartentagebuch vom 18. März 2019

Anzuchtschalen mit kleinen grünen Karottensämlingen
Karotten vorziehen – Stand 18.03.

Jetzt, Mitte März, hatten wir hier in der Nähe von München schon die ersten warmen Tage. Für mich ist es allerdings noch zu früh für größere Gartenarbeiten. Der Boden ist noch zu nass und pappig. Bodenvorbereitung, Außensaat und -pflanzung müssen also leider noch warten.

Ansäen und pikieren
So säe ich den ersten Schnittsalat nicht draußen, sondern in einer Anzuchtbox (Upcycling von Verpackungsmüll) und lasse ihn im Warmen keimen. Dann kommt er draußen an einen geschützten, hellen Ort.
Das Wichtigste um diese Zeit ist aber die Ansaat der Karotten zum Auspflanzen (Beitrag im Gartenblog: Möhren pflanzen statt säen – wie geht das?) und das Pikieren der Tomaten. Die hatte ich am 25. Februar gesät. Heuer sind es vier für den Anbau im Freiland geeignete Tomatensorten, zwei davon sind Open Source Tomaten.

(Die folgenden Bestelllinks sind gemäß DSGVO als Anzeige zu kennzeichnen):

  • Vivagrande – eine Freiland geeignete Open Source Fleischtomate.
    (Biosaatgut bestellen bei  Culinaris)
  • Vivaroma – eine Freiland geeignete, klassische rote Salattomate.
    Eine Open Source  Neuzüchtung. (Biosaatgut bestellen bei  Culinaris)
  • Primabella – süß-saure Cocktailtomate mit der höchsten Phytophtora-Toleranz aller Tomaten – (Biosaatgut bei Amazon bestellen)
  • De Berao – starkwüchsige, robuste Eiertomate mit hoher Phytophtora-Toleranz  (Biosaatgut bei Amazon bestellen)

Blumen, Lauchzwiebeln und Kartoffeln
Die erste Garnitur Lauchzwiebeln sind mir zu dünn aufgegangen, deswegen habe ich noch einmal nachgesät. Da mit letztes Jahr die Zinnien dank der Voranzucht den Schnecken davon gewachsen sind, habe ich es heuer zusätzlich mit einer neuen Sorte wieder probiert. Aber das war wohl zu früh und/oder zu warm – die sind ganz schön spindelig geworden. Was ich gelernt habe: die Zinnien keimen wahnsinnig schnell.
Vom hellem Wohnzimmer sind die Kartoffeln Annabelle und Valery in den kühleren Keller gewandert und dürfen dort ihre Triebe ausbilden.
Das nachhaltige Chia Sprossen Anzuchtset (siehe Gartentagebuch vom 25. Februar hat funktioniert. Das Indoor-Farming für den kleinen Haushalt ist in vielen verschiedenen Sprossenarten erhältlich, und kann nach der Ernte komplett kompostiert oder in den Biomüll entsorgt werden kann .

Aber draußen passiert auch schon sehr viel: Ganz von selbst :)
Ich weiß nicht, wie oft ich die Gemswurz schon gepflanzt habe – aber leider nur als Schneckenfutter. Letzter Jahr habe ich einen neuen Versuch gemacht und gleich mit einem Schneckenring geschützt und über den Winter belassen. Diese Schneckenringe (bestellen bei Amazon) habe ich nun schon einige Jahre und sind echt stabil. Die kann man durchaus auch etwas in die Erde treiben, um die Schnecken wirklich draußen zu halten.
So wie es aussieht, wird heuer auch bei mir bald der Gemswurz mit seinen gelben Sternen blühen :)

Auch die Sibirische Federspiere und die im letzten Jahr gepflanze Strauchpfingstrose“Hesperus“ und Hortensie machen Freude. Die Bauern-Hortensie ist ja so ein „Wegwerfblumengeschenk“. Ich habe sie aber nach der Blüte gepflegt und im Herbst unter der Aufsicht der Hortensienkundigen Martina Meidinger an seinen Platz gepflanzt (Im Gartenblog: Hortensien pflanzen – Buchvorstellung für Praxis und Gestaltung)

Obstbäume richtig schneiden – Buchempfehlung

Obstbäume richtig schneiden - Cover des Buches "Der professionelle Obstbaumschnitt."
Obstbäume richtig schneiden inkl. Vermehrung & Veredelung
160 Seiten mit über 400 Farbfotos und Grafiken

Wann und wie schneidet man Obstbäume? Der regelmäßige Baumschnitt im Frühjahr ist auch im Kleingarten eigentlich ein Pflichttermin. Februar und März sind dabei die klassischen Monate für den Obstbaumschnitt.
Obstbäume richtig schneiden ist vor allem für den Ertrag der Ernte wichtig. Denn die Kronen von Apfel, Zwetschge oder Kirsche müssen sich entfalten können um üppig zu blühen und zu fruchten. Aber auch die Wüchsigkeit und die Stabilität der Obstbäume selbst werden durch den Obstbaumschitt positiv gefördert.
Einen kompetenten und dabei handlichen Ratgeber stelle ich im folgenden vor.

„Obstbäume richtig schneiden – Buchempfehlung“ weiterlesen

Das Zimmergewächshaus zur Anzucht von Tomaten, Chilies und mehr

Das Zimmergewächshaus mit Saatschalen steht im Wohnzimmer vor der Terassentür
Das Zimmergewächshaus für die Anzucht von Tomaten, Chilies und Auberginen stelle ich direkt an die Tür. Bei Bedarf schiebe ich es einfach zur Seite.

Manchmal passt es einfach: Ein „Problem“ wächst heran, der Zufall lenkt den Blick auf eine mögliche Lösung, und dann ist es einfach perfekt! Das Zimmergewächshaus.

Die Anfang Februar auf der warmen Fensterbank angesäten Tomaten, Chilies und Auberginen sind schon zu schönen, kräftigen Gemüse-Sämlingen herangewachsen. Aber nun, wohin damit? Denn sie müssen pikiert werden, brauchen deshalb mehr Platz und müssen kühler stehen als über dem Heizkörper?

Wie einfach und schnell das kleine Zimmergewächshaus zusammengebaut ist und wo man es bestellen kann, zeige ich im folgenden Artikel. „Das Zimmergewächshaus zur Anzucht von Tomaten, Chilies und mehr“ weiterlesen

Kartoffel Valery in Garten und Küche – wie anbauen und kochen?

Kartoffeln Sorte Valery in der Bratreine angerichtet
Kartoffel Valery für Ofen-Kartoffeln

Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal die Kartoffel Valery bei uns im Garten angebaut und in der Küche verarbeitet.
Ich kann nur sagen: wir sind begeistert! Sie verdient die Bezeichnung „Gourmetkartoffel“ völlig zu Recht! Denn sie schmeckt hervorragend und bringt mit ihrer glänzenden roten Schale Farbe auf den Tisch.
Der Anbau der Kartoffel Valery im Kleingarten ist problemlos und folgt den üblichen Anbauregeln.

Wie ich die Kartoffel Valery in meinem Kleingarten anbaue und was man aus der schönen und schmackhaften Knolle in der Küche zaubern kann, schildere ich im folgenden Artikel. „Kartoffel Valery in Garten und Küche – wie anbauen und kochen?“ weiterlesen

Weihnachtsstern Pflege – Nachhaltig freuen statt einmal verbrauchen

Übersommerter Weihnachtsstern
Übersommerter Weihnachtsstern im 4. Jahr

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist ein immergrünes Wolfsmilchgewächs und stammt aus den tropischen Wäldern von Mexiko und Südamerika. Wenn man dies im Hinterkopf behält, ist die richtige Weihnachtsstern Pflege keine Zauberei mehr. Ich konnte ohne Aufwand meinen Weihnachtsstern mehrere Jahre übersommern und im Winter zum Blühen bringen.

Weihnachtssterne sind aufgrund der roten,  sternförmigen Blüten gerade zur Weihnachtszeit begehrte Zimmerpflanzen. Botanisch gesehen sind diese auffälligen roten Blätter aber Scheinblüten und werden fälschlicherweise für Blütenblätter gehalten.  „Weihnachtsstern Pflege – Nachhaltig freuen statt einmal verbrauchen“ weiterlesen