Zuckerschoten – erste leckere Ernte

Die Erbsen bzw. Zuckerschoten sind heuer super gelungen – Sorte Vroege/Frühe Heinrich von Sperli!
Normal sind die Blüten weiß, heuer ist eine violette mit dabei – sehr schön!

Einen Teil lassen wir zu Erbsen heranwachsen, zum Naschen vom Strauch ein ganz spezieller Genuss. Den anderen Teil nutzen wir als Zuckerschoten in der Küche – da freue ich mich jedes Jahr darauf!

Heute gab´s die erste Zuckerschoten-Ernte – ab jetzt müssen wir im Zuckerschotenteil odentlich dranbleiben, sonst werden´s wieder Erbsen.

Marienkäferlarven, Blattläuse und Schaumzikade – Es kreucht und fleucht

Marienkäferlarve
Marienkäferlarve auf der Jagd nach Blattläusen

Haben wir heuer endlich die Blattläuse am noch jungen Schneeball in den Griff bekommen, so plagen sie uns doch wieder an neuen Stellen: An den Rosen, im Eissalat und an der neuen Margerite!

Aber die Kavallerie ist schon da: Die Marienkäferlarven sind heuer 2 Wochen früher da als letzte Jahr – klasse, ran an die Arbeit!
Zur Unterstützung bekommt die Margerite noch ein paar  Mal Brennesselbrühe auf die befallenen Stellen, mal schauen, ob das hilft.

Die Brennnesselbrühe habe ich gestern angesetzt und beim Ernten gleich auch was gegen ein künftige Rheuma getan  ;-)
Zum Einsatz der Brennesselbrühe und der Brennesseljauche habe ich hier einige Infos zusammengestellt: Brennnesseljauche und Brennnesselbrühe

Schon einige Male habe ich bei unseren Kopfsalaten Schaumzikaden-Larven (Link zu Wikipedia) gefunden. Wenn´s unbedingt meinen, aber ich hätt´auch Unmengen von Girsch im Angebot zum dran Saugen …

Tierleben in unserem Garten – da gehört auch unser 4-beiniger Haus- und Gartenbewohner dazu: Katze Leila. Der Trittstein neben dem Frühbeet ist einer ihrer Lieblingsplätze!

Kartoffeln in Säcken a la Prinzessinnengarten

Kartoffeln in Säcken gezogen nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten in Berlin
Kartoffeln in Säcken gezogen nach dem Vorbild des Prinzessinnengartens in Berlin. Die Stäbe im Hintergrund sind nur für die Stabilisierung der Säcke da.

Ende Mai wollte ich unbedingt noch Kartoffeln in Säcken anziehen – eine Kartoffelkultur nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten in Berlin. Die haben da einen „vertikalen“ Kartoffelacker in Reissäcken auf der urbanen Brache am Moritzplatz angelegt, siehe Prinzessinnengarten.

Ich habe Anfang Juni natürlich keine Saatkartoffeln mehr bekommen, aber hatte von meinem konventionellen Versuch aus dem Vorjahr noch ein paar Kartoffeln im Keller, die aber schon ganz lange Dunkeltriebe hatten.

Ok, wir probieren es aus!
In alten Gartenerde-Säcken haben wir erst ein Erdbett eingefüllt und dann jeweils 4 angetriebene Kartoffeln hineingelegt. Anschließend haben wir Erde eingefüllt, bis die langen Triebe nur noch 1/3 herausschauten und Löcher für den Wasserabfluss in die Säcke hinein gestoßen. Die überstehende Sackfolie haben wir heruntergerollt.

Bald zeigten sich viele Blätter und wir konnten schon 2 mal Erde auffüllen und die Folie hochrollen! Zuviel Wasser könnte bei den Säcken gefährlich werden, wir müssen also vorsichtig gießen!

Update 29.05.2013:
Der Kartoffelbericht 2012 des Prinzessinnengartens mit interessanten Ergenissen wurde veröffentlicht

Update 5.6.2011:
Heute zum 3. Mal den Sackrand weiter hoch gerollt, Erde aufgefüllt und gegossen. Mit Wasser vorsichtig sein!

Update 27.7.2011:
Die Das Kartoffelkraut ist gewachsen – trotz Schnecken  – wurde aber dann von der Braunfäule befallen – Zeit, den Sack nicht zu- sonder aufzumachen!
Und tatsächlich: Da leuchteten golden große Kartoffeln in der schwarzen Erde :-)

Der Kartoffelanbau im Sack mit recycleten Erde-, Rindenmulch oder sonstigen Plastiksäcken funktioniert. Wichtig ist, die Pflanz- und Reifezeiten zu beachten – Frühkartoffeln und Lagerkartoffeln verhalten sich eben unterschiedlich.
Ansonsten ist bei begrenztem Platz ein Anbau von Kartoffeln in der Vertikale eine gute Alternative!

Die Ramblerrose „Rosa Goldfinch“ schlägt Wurzeln

Ramblerrose Gold Finch gepflanzt
Ramblerrose Gold Finch gepflanzt

Nicht viel Zeit ist vergangen von der ersten Idee, eine Ramblerrose in den Garten zu holen, bis zum Einsenken in die Gartenerde neben dem alten Pflaumenbaum.

Dies ist vor allem der Unterstützung durch die Rosengärtnerei „rosenwelten“ zu verdanken: Die haben mich als bzgl. Rosen eher Unkundigen an die Hand genommen, beraten und schließlich die Rose in sehr guter Qualität geliefert – Danke nochmal nach Wiesbaden :-)

Jetzt muss es die Rose selber machen und wachsen – wir freuen uns auf sie!

Biotop Regentonne: Stechmücken- und Rattenschwanzlarven

Rattenschwanzlarve mit Stechmückenlarven
Rattenschwanzlarve mit Stechmückenlarven

Heute sind sie dran, die Stechmückenlarven in meinen Wassertonnen (rechts neben dem Blitzlichspiegelbild). Kein EHEC wird sie befallen, aber was Ähnliches: Auch der Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) schädigt den Verdauungstrakt – mit tödlichem Ausgang für die armen Stechmücken …

Dabei habe ich etwas Neues entdeckt und online auch sehr schnell bestimmen können: Rattenschwanzlarven! (das Monster unter dem Blitzlichspiegelbild)

Rattenschwanzlarven sind die Larven der einheimische Mistbiene oder Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege (Eristalinae), einer Schwebfliegenart.

Unternehmen gegen die zugegeben nicht sehr appetitlichen Larven muss man im Gartenbereich nichts, siehe Neudorff. Schließlich werden nur ein paar hübsche Schwebefliegen draus – siehe wikipedia.org/wiki/Mistbiene

Einmal Berlin-Prinzessinnengarten und zurück

Wenn ich schon mal wieder in Berlin bin – immerhin 7h Zugfahrt – dann muss ich auch den Prinzessinnengarten in Kreuzberg besuchen. Eine funktionierende Kamera wäre aber auch nicht schlecht gewesen: Der Saft hat nur bis zum Codex Hammurapi im Pergamonmuseum gereicht :-/ Jetzt muss ich mich halt mit Bildern von Flickr mit Creative Commons-Lizenz begnügen.

Alles Grün im Prinzessinnengarten, Berlin
Flickr-Galerie Prinzessinnengarten, Berlin

Der Prinzessinnengarten ist ein „Urban Gardening“-Projekt mitten in Berlin. Hier wird auf dem verseuchten Boden einer Industriebrache Biogemüse geerntet, weil die „Beete“ Bäckerkisten, Reissäcke oder Tetrapacks sind.

2009 wurden 6000 Quadratmeter vom Müll befreit – mehr als ein halbes Fußballfeld – und Kinder, Nachbarn, interessierte Laien, passionierte Gärtner konnten mit den Initiatoren lernen, lokal und nachhaltig Lebensmittel herzustellen und einen ganz eigenen Ort urbanen Lebens zu schaffen, der allen offen steht. „Einmal Berlin-Prinzessinnengarten und zurück“ weiterlesen