Rote Paprika, grüne Tomaten und die Blaue Hilde

Stangenbohne Blaue Hilde mit Fruchtansatz
Schon aus der erste Blüte der Blauen Hilde wächst ein Schote

Zum ersten mal im „neuen“ Garten haben wir eine große rote Paprika, und die nächste wächst bereits heran. Ich mag Sie gar nicht  anschneiden, so schön und glänzend in dunkelrot-dunkelgrün  liegt sie da … .
Im früheren Garten wuchsen sie leichter, im Frühbeet, auf dem lockeren, stark humosen Boden des Frühbeets.

Auch die Tomaten werden rot, aber bei weitem nicht alle – das Kraut ist inzwischen braun und welk und auch die noch reifenden Früchte bekommen braune Flecken – Braunfäule, trotz Überdachung! Trotzdem haben wir einiges an roten Tomaten geerntet, aber für den Aufwand halt irgendwie zu wenig. Nächstes Jahr probiere ich nochmal Tomaten – Braunfäule-tolerante – wenn´s dann nichts wird, dann kauf ich sie halt wieder beim Biobauern.

Mehr Freude macht das die Blaue Hilde! Schon zum dritten mal – neben vielen kleinen Ernten für ein Mischgemüse – mehr als eine große Schüssel voll geerntet (mit ein paar Feuerbohnen)
Neben reichlich Bohnengemüse, Speckbohnen und Bohnensalat haben wir auch schon einige Kilo  eingefroren.

Die Zucchini am Pfahl hat das Ende desselben erreicht und biegt sich jetzt, behängt mit Früchten, wieder nach unten.
Ob das gut geht? Wir werden sehen.

Die Herbstsalate Endivien und Zuckerhut wachsen (auch im kalten Regen: 10 C° !), Kopfsalat und Chinakohl werden nach wie vor von den Schnecken bedrängt. Ich hab noch pflanzen in Töpfen zum Ergänzen – nur müsst da das Wetter mal Ruhe geben!

Äpfel (Gravensteiner) und Zwetschgen in Hülle und Fülle – wir versuchen zu Saften was geht, backen Apfelstrudel und Zwetschgendatschi und schenken das Obst her: Und doch werden wir der Fülle nicht her, vieles liegt am Boden und vergammelt.
Es macht mich unruhig und unzufrieden, dass ich das Geschenk nicht besser würdigen kann.

Folgepflanzung: Zuckerhut, Endivie, Kopfsalat

Seit 1 Woche liegen die Beete bereit zum Bepflanzen und auch die Pflänzchen vom Gärtner vom Markt waren schon gekauft, aber das Regenwetter hat ein Arbeiten auf dem noch schweren Boden unmöglich gemacht.
Jetzt endlich konnten die Beete bepfanzt werden:

Beet 2:
Komplett bis auf die Gurken geräumt (obwohl das eigentlich auch sinnlos ist – Falscher Mehltau!)
Folgepflanzung: 3 Reihen Zuckerhut

Beet 3:
Der Wirsing musste wg. der Kohldrehherzmücke gerodet werden, so ist auch hier das ganze Beet frei.
Folgepflanzung: 3 Reihen Endivien

Beet 4:
Blaukraut war zeitig, wenn auch nicht sehr groß -> abgeerntet
Folgepflanzung: 1 Reihe Zuckerhut

Beet 5:
Blumenkohl ist abgeerntet
Folgepflanzung: 2 Reihen Kopfsalat

Kohldrehherzmücke an Wirsing

Blumenkohl, Wirsing und Sprossenbrokkoli
Blumenkohl, Wirsing und Sprossenbrokkoli als Mischkultur

Folgende Frage habe ich an das Gartentelefon gestellt:

Habe heuer zum ersten Mal Wirsing angebaut. Er ist sehr gut angewachsen und hat durch kräftigen Wuchs erfreut.
Jetzt aber muss ich aber doch feststellen, dass keine Köpfe entstehen, sondern die Blätter locker und mit seltsamen
Verkrümmungen wachsen.
Ich habe heuer auch Brokkolie, Blumenkohl und Blaukraut angebaut – alles wächst hervorragend.

Ich habe den Wirsing – wie auch den anderen Kohl – mit Vinasse und Brennesseljauche gedüngt.

Frage:
Was ist das für eine Krankheit/Mangel? Wird das noch was oder soll ich den Wirsing roden und Zuckerhut oder
Endivien pflanzen?

Postwendend erhielt ich folgende Antwort:

die mangelnde Kopfbildung am Wirsing kann durch Hitze oder durch eine Kohldrehherzmücke verursacht werden. Diese Wirsingpflanzen bilden keinen Kopf mehr. Im kommenden Jahr können Sie Ihre Kohlpflanzen nach der Pflanzung mit einem Kulturschutznetz abdecken. Es hält Kohlweißling und die Kohldrehherzmücke ab.

Führung durch Kleingartenanlage Weihenstephan

Weihenstephaner Lehr-Kleingarten
Der Weihenstephaner Lehr-Kleingarten bietet viele interessante Tipps und Neuigkeiten

Bei sonnigem Wetter machte die Sommer-Führung durch die Kleingartenanlage in Weihenstephan richtig Spaß.
Nicht ohne Neid bewunderten wir die prächtigen Zwiebeln, Kohlköpfe und Tomaten – man sieht hier sind Profis am Werk.

Was habe ich davon mitgenommen:

Kohl:

schnellwachsende Frühsorten wählen, keinen Lagerkohl.
Vorteil:

  • Frühe Pflanzung Ende März möglich, schützt gegen Schädlinge (+ Flies)
  • Kleine Köpfe, die laufend geerntet werden können

Gurke:

Krankheit: Flascher Mehltau = Braunfäule der Gurke
Erziehung: Regenbogenschnitt + untere 60 cm keine Triebe und Gurkenansätze belassen

Tomaten:

Der Lehrstuhl für Gartenbau testet im Freiland! des Kleingartens verschiedene Sorten auf Widerstandsfähigkeit gegen Braunfäule.
Gegen Braunfäule hochtolerante Sorten:

Wechsel des Standorts wegen Auslaugung des Bodens wichtig – wenn nicht möglich (Gewächsthaus) veredelte Sorten nehmen.
Div. Krankeiten durch Kaliummangel, dieser kann aber auch durch  mangelnde Bewässerung oder gießen mit Regenwasser entstehen.

Wenn die Tomaten blühen, steigert Rütteln die Befruchtung!

Bohnen:

Vorteil Feuerbohnen: Halten bis in den Herbst hinein aus – Gartenbohnen wie die Blaue Hilde brechen mit kühl-feuchtem Wetter  zusammen

Rote Beete:

Doppelnutzung durch nutzung der Blätter als Schnittsalat (Sorte Ochsenblut: Rotes Blatt)

Kräuter:

Schnitt-Knoblauch testen

Düngung mit Kompost:

Kompost nitrifiziert den Sommer über -> weniger Stickstoff nötig als gemeinhin verwendet

Spitzendürre an unserem Kern- und Steinobst

Spitzendürre an Apfelbaum
Spitzendürre an Apfelbaum (wie auch an Kirsche)

Folgende Frage habe ich an das Gartentelefon gestellt:

In meinen alten Obstbäumen ist heuer ein Phänomen aufgetaucht:
Viele Triebspitzen in Apfel und Kirsche sind schon im Frühjahr welk geworden.
Diese welken Triebspitzen hängen noch immer in den großen Bäumen.
Der Ertrag der reichblühenden Kirsche war gering.
Ich habe was über Triebspitzendürre oder ähnliches gelesen …
Können Sie mir sagen, was das genau ist und ob das nächstes Jahr wieder wird?

Die Antwort:
Die welken Spitzen an Apfel und Kirsche sind das Schadbild der Spitzendürre des Kern- und Steinobstes.
Sie sollten die befallenen Triebspitzen herausschneiden und vernichten.
Eine chemische Bekämpfung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich und i. d. R. auch im Haus- und Kleingarten nicht sinnvoll.

Allgemein ist heuer bei Kirschen eine geringe Ernte zu verzeichnen. Während der Blütezeit war nur ein geringer Bienenflug.

Massnahmen:

Keine – Spritzen mag ich sowieso nicht und Heraussschneiden aus den großen alten Bäumen geht nicht – da müsste ich die alten Bäume schon richtig zusammenschneiden … Das ist aber wieder ein anderes Thema

Gemüseernte querbeet für die Nudelpfanne

Schöne, große Rote Beete - was für´s Auge und den Gaumen

Um die Nudeln vom Vortag etwas aufzupeppen gibt es nichts besseres und einfacheres als eine Nudel-Gemüsepfanne draus zu machen.

Dafür einmal über den Garten stromern und ernten, was bereit steht: Zucchini, Lauch, Buschbohnen, Petersilie und Basilikum.
Abends soll es Coq au Vin geben – Für uns 3 in der Restfamilie ist ein Hühnchen eh zu viel. Deshalb schnell eine Brust ausgelöst, in kleine Medallions geschnitten und mit angebraten.
Alles mit Salz und Peffer gewürzt einmal druchgemischt und fertig.

Beim Gartenrundgang gleich noch die Rahner (Roten Beete) für morgen ausgezogen – werd ich heute abend garen und als Salat für morgen herrichten.

Der Regen hat den kräftig gewachsenen Mangold teils flachgelegt: Auch den Mangold geschnitten und für nächste Woche in ein feuchtes Tuch gewickelt.