Zaubernuss – Der Frühjahrsblüher im Gedicht

Zaubernuss - ein Frühjahrsblüher
Zaubernuss oder Hamamelis – der Frühjahrsblüher ist auch ohne Sonne ein Lichtblick

Bei Spaziergängen haben wir ihn in anderen Gärten immer bewundert, vor nun doch 11 Jahren haben wir eine Zaubernuss zum Umzug ins neue alte Haus geschenkt bekommen.

Seitdem blüht er regelmäßig und genügsam in seinem frostfesten Topf und schenkt uns Sommers dieses schöne grüne Blattwerk.

Warum gerade
in dieser nichtssagenden Zeit

.

Als die Hände sich entfernten sich
in eigenen Achseln zu wärmen da
half kein Knospen Zaubernuss –

wie jetzt verblühter?

.

Mag sein
dich wiedersehen ist unserer Zeit voraus

(Johann Seidl, 1984)

Nun doch: Zum ersten mal die Winterlinge …


Winterlinge im Garten
Endlich: Die Winterlinge werden heimisch

Im alten Forsthaus hatten wir massig davon, die waren nicht zum bremsen.
Hier im neuen alten Haus(garten) wollen die Winterlinge  gar nicht kommen.

Schon mehrmals in jeglicher Form gesteckt oder gesät: Im ersten Jahr blühten sie, verschwanden dann aber auf Nimmer-Wiedersehen.

Jetzt aber endlich kommen sie wieder und es scheint, als wollten die Winterlinge nun auch hier  heimisch werden!

Monika und ich, wir freuen uns sehr! Sie sind uns als erste Frühlingsboten so wichtig!

Endivien und Zuckerhut im Dezember

Zuckerhut und Endivien unter Vlies und Folie
Zuckerhut und Endivien unter Vlies und Folie

Fast wie im alten Garten im Forsthaus – Salate im Winter aus dem eigenen Garten. Damals professionell im Frühbeet eingeschlagen, mit Stroh- und Erdabdeckung.
Hier im neuen Haus nur schnell im November – schon nach dem ersten Frost-  reingeholt in den leider dafür ungeeigneten Keller … .

Der Frost hat dem Endivien gar nicht gut getan: Nach dem Auftauen fing er an den äußeren Blättern an zu faulen; ich hab jeden Kopf in Zeitungspapier eingewickelt und alle in einen großen Karton (wg. Luft) mit Deckel gepackt. So musste ich im Laufe des Novembers/Dezembers wenigstens nur Kopf für Kopf vom äußerlichen „Schlaaz“ befreien um an die vitalen Salatköpfe zu kommen. Bis Mitte Dezember hatten wir trotz allem frischen, eigenen Endivien!

Auch der Zuckerhut wäre gerne vor dem Frost geerntet worden und rächt sich mit faulenden äußeren Blättern. Gelagert habe ich ihn – mit reichlich Erde an den Wurzeln – im großen Mörteleimer mit Laub. Seit dem der Endivien verbraucht ist, holen wir die Zuckerhut-Köpfe für unseren abendlichen Salat.

Heute werden wir für unser Silvesteressen unseren Zuckerhut als Basis des Salattellers mit gebratenen Königsgarnelen nutzen.

Wäre ein Projekt für 2011 und eigentlich schon längst fällig: Anlage eines Frühbeets, das im Winter auch eine hervorragende Gemüsemiete ergibt. Wenn da nicht der schwere Lehmboden, wenig Zeit und ein bisschen Faulheit wäre …

Echter Mehltau am Wein – ein Trauerspiel

IMehltau an Weinch habe es ja schon länger beobachtet, dachte aber nicht, dass das so „katastrophal“ wird – meine Erfahrungen mit Mehltau am Wein waren eben bis dato gleich Null.

Nun zeigt sich aber, dass nicht nur die Blätter, sondern auch die reifenden Trauben befallen werden. Dabei bleiben die Beeren entweder klein und hart oder platzen auf und trocknen ein.

Sehr schade, denn der Stock trägt viele Trauben und ich habe auch bzgl. Ausschneiden versucht, alles Notwendige zu tun. Vielleicht muss ich künftig aber noch intensiver auslichten!

Ich nehme nicht an, dass heuer noch viel zu retten ist, aber was kann man künftig dagegen tun?

Beim Recherchieren im Netz stieß ich auf Hinweise, man könne mit einem Milch/Wasser-Gemisch vorbeugend spritzen – ist da was dran?
Meine Erfahrung: Dieses Milch/Wasser-Gemisch hilft nicht.

Ansonsten gibt es ja bei Neudorf z.B. Netz-Schwefelit (Anzeige, Amazonlink)
Im kommenden Jahr zur Bekämpfung des Echten Mehltaus den  Wein vor der Blüte und einmal nach der Blüte mit Netzschwefel spritzen.

Ok, dann mal schaun!

Kolbenfresser – der letzte Mais aus dem Garten

Der Zuckermais ist zu dicht gepflanzt
Der Zuckermais ist zu dicht gepflanzt und liefert keine ordentlichen Kolben

Für heuer ist die Maissaison zuende – Zeit für ein Resümee:

Heuer habe ich mich mal an die Beschreibung des Samenpäckchens gehalten und nicht an mein – schon fast auseinander fallendes – Gartenbuch von Marie-Luise Kreuter und die Erfahrungen der letzten Jahre.

Das Samenpäckchen meint, man müsse nur bei sehr dichtem Auflaufen der Saat den Mais ausdünnen – ich habe die letzten Jahre immer auf 20 – 30 cm Absand in der Reihe ausgedünnt.

Heuer eben nicht, ich habe gesät und es wachsen lassen. Ist auch wunderschön ins Kraut gewachsen – nur Maiskolben sind keine rechten dran gewachsen:
Wenige Kolben und die nur 5 – 10 cm mit Körnern besetzt, teils auch nur auf einer Kolbenseite.
Ganz anders, wenn die Pflanzen ordentlich Platz haben. Da gibt es dicke Kolben mit vielen, süßen Körnern!

Also nächstes Jahr: Mais wieder nach Erfahrung  und Marie-Luise Kreuter ausdünnen.

Rote Paprika, grüne Tomaten und die Blaue Hilde

Stangenbohne Blaue Hilde mit Fruchtansatz
Schon aus der erste Blüte der Blauen Hilde wächst ein Schote

Zum ersten mal im „neuen“ Garten haben wir eine große rote Paprika, und die nächste wächst bereits heran. Ich mag Sie gar nicht  anschneiden, so schön und glänzend in dunkelrot-dunkelgrün  liegt sie da … .
Im früheren Garten wuchsen sie leichter, im Frühbeet, auf dem lockeren, stark humosen Boden des Frühbeets.

Auch die Tomaten werden rot, aber bei weitem nicht alle – das Kraut ist inzwischen braun und welk und auch die noch reifenden Früchte bekommen braune Flecken – Braunfäule, trotz Überdachung! Trotzdem haben wir einiges an roten Tomaten geerntet, aber für den Aufwand halt irgendwie zu wenig. Nächstes Jahr probiere ich nochmal Tomaten – Braunfäule-tolerante – wenn´s dann nichts wird, dann kauf ich sie halt wieder beim Biobauern.

Mehr Freude macht das die Blaue Hilde! Schon zum dritten mal – neben vielen kleinen Ernten für ein Mischgemüse – mehr als eine große Schüssel voll geerntet (mit ein paar Feuerbohnen)
Neben reichlich Bohnengemüse, Speckbohnen und Bohnensalat haben wir auch schon einige Kilo  eingefroren.

Die Zucchini am Pfahl hat das Ende desselben erreicht und biegt sich jetzt, behängt mit Früchten, wieder nach unten.
Ob das gut geht? Wir werden sehen.

Die Herbstsalate Endivien und Zuckerhut wachsen (auch im kalten Regen: 10 C° !), Kopfsalat und Chinakohl werden nach wie vor von den Schnecken bedrängt. Ich hab noch pflanzen in Töpfen zum Ergänzen – nur müsst da das Wetter mal Ruhe geben!

Äpfel (Gravensteiner) und Zwetschgen in Hülle und Fülle – wir versuchen zu Saften was geht, backen Apfelstrudel und Zwetschgendatschi und schenken das Obst her: Und doch werden wir der Fülle nicht her, vieles liegt am Boden und vergammelt.
Es macht mich unruhig und unzufrieden, dass ich das Geschenk nicht besser würdigen kann.