Das Mobile Beet – Statusbericht

Mobiles Beet
Mobiles Beet mit Kartoffeln, Hokaido, Süßkartoffel, Auberginen und Tomaten

Bis dato wächst alles sehr gut – der Hokaido hat jetzt schon das Dach erreicht (Foto anklicken). Auch die Süßkartoffel und die Auberginen wachsen, hätten´s halt gern wärmer und trockener!

Bei dem vielen Regen werden auch die eigentlich ausreichend vorhandenen Nährstoffe ausgewaschen, da muss man öfter nachdüngen. Das betrifft vor allem die Tomaten in den Töpfen. Die werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall auch in recyclete Säcke pflanzen, da ist mehr Platz bei kleinem – oder keinem – Preis!

Die Kartoffeln im Hintergrund sind bis jetzt noch Krautfäule frei, nur die Schnecken setzen ihnen zu :-(
Ich halte sie solange es geht, dann schlägt die Stunde der Wahrheit: sind in den nach und nach aufgefüllten Säcken auch Kartoffeln gewachsen?
Wenn  das Experiment gelingt, werde ich im nächsten Jahr die Säcke noch weiter auffüllen. Heuer habe ich sie nur bis zu einer Höhe von 70 cm aufgefüllt, das geht aber gut noch höher!

Kartoffelkultur a la Prinzessinnengarten

Kartoffeln in Säcken gezogen nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten in Berlin
Kartoffeln in Säcken gezogen nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten in Berlin. Die Stäbe im Hintergrund sind nur für die Stabilisierung der Säcke da.

Ende Mai wollte ich unbedingt noch eine Kartoffelkultur nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten in Berlin anlegen. Die haben da einen „vertikalen“ Kartoffelacker in Reissäcken auf der urbanen Brache am Moritzplatz angelegt, siehe Prinzessinnengarten.

Ich habe Anfang Juni natürlich keine Saatkartoffeln mehr bekommen, aber hatte von meinem konventionellen Versuch aus dem Vorjahr noch ein paar Kartoffeln im Keller, die aber schon ganz lange Dunkeltriebe hatten.

Ok, wir probieren es aus!
In alten Gartenerde-Säcken haben wir erst ein Erdbett eingefüllt und dann jeweils 4 angetriebene Kartoffeln hineingelegt. Anschließend haben wir Erde eingefüllt, bis die langen Triebe nur noch 1/3 herausschauten und Löcher für den Wasserabfluss in die Säcke hinein gestoßen. Die überstehende Sackfolie haben wir heruntergerollt.

Bald zeigten sich viele Blätter und wir konnten schon 2 mal Erde auffüllen und die Folie hochrollen! Zuviel Wasser könnte bei den Säcken gefährlich werden, wir müssen also vorsichtig gießen!

Update 29.05.2013:
Der Kartoffelbericht 2012 des Prinzessinnengartens mit interessanten Ergenissen wurde veröffentlicht

Update 5.6.2011:
Heute zum 3. Mal Erde aufgefüllt und gegossen. Mit Wasser vorsichtig sein!

Update 27.7.2011:
Die Das Kartoffelkraut ist gewachsen – trotz Schnecken  – wurde aber dann von der Braunfäule befallen – Zeit, den Sack nicht zu- sonder aufzumachen!
Und tatsächlich: Da leuchteten golden große Kartoffeln in der schwarzen Erde :-)

Der Kartoffelanbau im Sack mit recycleten Erde-, Rindenmulch oder sonstigen Plastiksäcken funktioniert. Wichtig ist, die Pflanz- und Reifezeiten zu beachten – Frühkartoffeln und Lagerkartoffeln verhalten sich eben unterschiedlich.
Ansonsten ist bei begrenztem Platz ein Anbau von Kartoffeln in der Vertikale eine gute Alternative!

Einmal Berlin-Prinzessinnengarten und zurück

Wenn ich schon mal wieder in Berlin bin – immerhin 7h Zugfahrt – dann muss ich auch den Prinzessinnengarten in Kreuzberg besuchen. Eine funktionierende Kamera wäre aber auch nicht schlecht gewesen: Der Saft hat nur bis zum Codex Hammurapi im Pergamonmuseum gereicht :-/ Jetzt muss ich mich halt mit Bildern von Flickr mit Creative Commons-Lizenz begnügen.

Alles Grün im Prinzessinnengarten, Berlin
Flickr-Galerie Prinzessinnengarten, Berlin

Der Prinzessinnengarten ist ein „Urban Gardening“-Projekt mitten in Berlin. Hier wird auf dem verseuchten Boden einer Industriebrache Biogemüse geerntet, weil die „Beete“ Bäckerkisten, Reissäcke oder Tetrapacks sind.

2009 wurden 6000 Quadratmeter vom Müll befreit – mehr als ein halbes Fußballfeld – und Kinder, Nachbarn, interessierte Laien, passionierte Gärtner konnten mit den Initiatoren lernen, lokal und nachhaltig Lebensmittel herzustellen und einen ganz eigenen Ort urbanen Lebens zu schaffen, der allen offen steht. „Einmal Berlin-Prinzessinnengarten und zurück“ weiterlesen