Eine Rosenkohl Blüte ist ganz normal – wenn man dem Gemüse Zeit lässt

Zahlreiche gelbe Rosenkohlblüten
So blüht Rosenkohl (Quelle: commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosenkohlbluete.jpg

Denn Blühen und Fruchten ist das Ziel des Lebens, auch das unseres Gemüses wie bei der Rosenkohl Blüte.

Und oft ist das, was wir von den Pflanzen essen, genau dafür gemacht – es will verspeist werden! Allem voran die Früchte, Nüsse und Beeren. Das Tier – auch das menschliche – soll es HIER fressen und DORT die unverdaulichen Samen wieder ausscheiden und so für die Verbreitung der Pflanze sorgen.

Häufig ist das aber auch anders und Mensch und Tier laben sich an Pflanzenteilen, für die das so nicht vorgesehen war. „Eine Rosenkohl Blüte ist ganz normal – wenn man dem Gemüse Zeit lässt“ weiterlesen

Bacillus thuringiensis israelensis – BTI im Einsatz in Wassertonnen

Steckmückenlarven in einer Wassertonne vor Einsatz des Bacillus thuringiensis israelensis
Sind die Stechmückenlarven schon in diesem Stadium, ist es höchste Zeit, mit Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) dagegen anzugehen

Wenn sich die Stechmückenlarven so wie im Bild rechts an der Wasseroberfläche der Wassertonnen tummeln und sich bei der geringsten Erschütterung nach unten schlängeln, ist es höchste Zeit für den Einsatz von Bacillus thuringiensis israelensis (BTI).  Die Verwendung von BTI ist eine umweltverträgliche Methode gegen eine drohende Mückenplage. Für den Garten gibt es zwei Präparate zu kaufen (siehe weiter unten). „Bacillus thuringiensis israelensis – BTI im Einsatz in Wassertonnen“ weiterlesen

Weiße Fliege – das ist eigentlich eine Laus, die Mottenschildlaus

Nahaufnahme der Weißen Fliege auf einem Kohlblatt
Heißt Fliege, schaut aus wie ein Falter, ist aber die Mottenschildlaus

Gestern habe ich beim Ernten eines Brokkoli eine unschöne Entdeckung gemacht: Auf den Unterseiten der Blätter saß  zahlreich die Weiße Fliege. Ich erkenne sie gleich, da ich vor drei Jahren einen sehr starken Befall am Rosenkohl hatte.

Die Weiße Fliege ist trotz ihres Namens und Aussehens keine Fliege, sondern mit den Blattläusen verwandt. Die Weiße Fliege ist eine Mottenschildlaus, konkret die Kohlmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum). Und da liegt das Problem: genau wie andere Läuse saugt auch die Mottenschildlaus an den Blättern der befallenen Pflanzen und schwächen diese dadurch. Dies kann zum Absterben ganzer Blätter führen. „Weiße Fliege – das ist eigentlich eine Laus, die Mottenschildlaus“ weiterlesen

Am Mangold helle Flecken? – Das ist die Rübenfliege

Schon am jungen Mangold helle Flecken vom Schädling
Die Larven der Rübenfliege fressen im Blatt zwischen Blattober- und -Unterseite.

Im Frühsommer sieht man die ersten Symptome: Die Blätter vom Mangold bekommen helle, unregelmäßige Flecken, die sich ständig ausweiten und später braun werden.
An diesen Stellen fressen die Larven der einer Minierfliege Gänge ins Blattgewebe. Die Mangoldpflanzen werden im Wachstum gehemmt, da die Assimilation nicht mehr ungestört ablaufen kann. Bei starkem Befall können die Blätter absterben.
Ursache ist die Rübenfliege. Ihre Larven fressen zwischen Blattoberseite und Blattunterseite Gänge ins Blatt. Neben Mangold werden auch Spinat, Rote Rüben und Kartoffeln befallen.

Mangold helle Flecken – was tun?

Eine Möglichkeit ist, die befallenen Blätter schnell zu entfernen und zu entsorgen. Wenn es mit einem oder zwei Blättern getan ist, geht das so.
Bei stärkerem und wiederkehrenden Befall ist das natürlich nicht praktikabel – dann kann ich gleich den ganzen Mangold ausreißen. „Am Mangold helle Flecken? – Das ist die Rübenfliege“ weiterlesen

Hortisol – Der Gartenboden ist Boden des Jahres 2017

Der Boden des Jahres wird jährlich vom Kuratorium des Bodens ausgewählt und präsentiert. Böden und ihre Funktionen im Naturhaushalt sollen mit dieser Aktion ins Bewusstsein gerückt werden für einen verantwortungsbewussten Umgang und Schutz dieser lebenswichtigen Ressource.
Das ist für uns Gärtner natürlich nichts Neues. Trotzdem lohnt ein Blick auf den Boden des Jahre 2017, denn es geht um den Gartenboden!

Der bodenkundlich definierte „Gartenboden“ heißt in der Fachsprache Hortisol. Nicht jeder Gartenboden ist ein Hortisol. Nur durch jahrhundertelanges Bearbeiten, Bewässern und Anreichern des Rohbodens mit Kompost, Stallmist und Kalk entsteht der typische humose und lockere, stark belebte und fruchtbare Hortisol.
Er kommt in Mitteleuropa nur mehr mit kleinen Flächenanteilen dort vor, wo jahrhundertelang Gartenbau betrieben wurde: Alte Klostergärten mit Gemüse- und Kräuterbeeten, Schloss- und Burggärten und langjährig bewirtschaftete Haus- und Kleingärten.

Natürlich gibt es Gartenböden überall dort, wo wir Gärtner in der Erde wühlen. So wie ich im Boden meines Gemüsegartens. Beim Bau des Siedlungshauses in den 1950er Jahren wurde auf dem Lehm des Tertiären Hügellandes wenig bis gar kein Humus aufgebracht. Seit 10 Jahren versuche ich nun, aus dem Rohboden einen fruchtbringenden Gartenboden zu schaffen – mit mehr oder weniger Erfolg. „Hortisol – Der Gartenboden ist Boden des Jahres 2017“ weiterlesen

Schwefelporling Rezept – der Baumpilz in der Küche

Die Schwefelporling-Pilzpfanne fertig angerichtet
Die leckere Pilzpfanne nach dem Schwefelporling Rezept

In meinem vorherigen Artikel zum Schwefelporling in meinem Garten (in diesem Gartenblog) habe ich ja berichtet, dass dieser Baumpilz nicht nur essbar, sondern auch schmackhaft sein soll. Also trauen wir uns einmal an ein Schwefelporling Rezept.

Ich habe versprochen dies zu testen, wenn der Schwefelporling an meiner Zwetschge erntereif ist. Inzwischen ist er innerhalb von zwei Wochen von einem kleinen gelben Knopf zu einem 30 x 15 cm großen und 2 kg schweren Pilz herangewachsen – und deshalb kommt er jetzt in die Pfanne :)

Im Folgenden zeige ich die Ernte und Zubereitung des Schwefelporlings in einer Bildergalerie, anschließend daran  das Schwefelporling Rezept  für die Pilzpfanne mit ergänzenden Hinweisen.

Schwefelporling Rezept mit Bildergalerie „Schwefelporling Rezept – der Baumpilz in der Küche“ weiterlesen