Kartoffel Annabelle in der Vorkeimkiste – bereit für draussen

Die festkochende Frühkartoffel Annabelle ist unsere Lieblingskartoffel. Teils schon im Juni können die ersten Kartoffeln geerntet werden. Da muss keine Schale ab – einfach in den Kochtopf oder in die Pfanne als Salz-, Pell-, Salat- und Bratkartoffel : superlecker!

Um den Erntetermin der sowieso schon sehr frühen Kartoffel noch einmal um 10 Tage vor zu verlegen, habe ich sie vorgekeimt. Dazu habe ich die Annabelle Anfang März in einer Kiste im Wohnzimmer zimmerwarm und hell aufgestellt, um die die Keimbildung anzuregen. Anschließend wachsen sie im nicht zu warmen Keller langsam weiter. Nach 3–4 Wochen, können die vorgekeimten Kartoffeln ausgepflanzt werden.

Jetzt, Ende April ist die ideale Pflanzzeit für Pflanzkartoffeln. Wenn man sie zu früh legt, kann das aus der Erde schauende Kartoffelkraut bei den Eisheiligen erfrieren.

Das Rosenkohlbeet ist bestellt

Heute haben wir das „Rosenkohlbeet“ bestellt, nachdem die Erdarbeiten wie Bodenlockern und -krümeln erledigt waren und der Kompost eingearbeitet war.

Auf dem Beet ist Rosenkohl die Hauptfrucht. Er wird fast ein Jahr auf diesem Beet stehen! Den Rosenkohl vom letzten Jahr habe ich erst Anfang April ein letztes Mal beerntet und anschließend gerodet (Siehe Beitrag: Den Winterkohl abernten).
Die Kohlpflanzen sind vom Gärtner am Markt. ich habe mit dem Vorziehen von Kohl auf der Fensterbank schlechte Erfahrungen gemacht. Die Pflänzchen reagieren stark auf das nicht optimale Lichtangebot und werden lang und spargelig.

Bis sich der Rosenkohl schließt, will ich das Beet noch für ein paar andere Kulturen nützen:

  • Weiße Frühlingszwiebeln:
    Die habe ich noch im Spätherbst letzten Jahres ins Beet zum Überwintern gesät. Heuer im frühen Frühjahr waren es noch recht dünne Hälmchen; ich habe sie ausgegraben und in eine Aussaatkiste gepflanzt und ins kalte kleine Gewächshäuschen gestellt (die Styroporkästen sind übrigens ehemaliges PC-Verpackungsmaterial – Upcycling!). Dort haben sie sich prima entwickelt. Ich hoffe, sie können mit dem Rosenkohl mithalten und werden reif, bevor der das Beet schließt – letztes Jahr hat es geklappt.
  • Vor dem Rosenkohl eine Reihe Eiszapfen gesät
  • Hinter dem Rosenkohl eine Reihe Asiasalat und Rukola gesät
  • Zwischen den Rosenkohl-Zwiebel-Reihen Kopfsalat „Maikönig“ gesät. Ich nehme den Platz als Saatbeet für die Anzucht: Wenn die Salat-Pflanzen groß genug sind, werden sie an andere Plätze verpflanzt.

Den Winterkohl abernten

Ende März ist es Zeit geworden, den Winterkohl abzuernten.

Der Schwarzkohl – Sorte „Toskanischer Palmkohl“ hat kräftig ausgetrieben – zu unsererm Glück, denn die Sprossen sind zart und lecker, eine Mischung aus Blattkohl und Brokkoli. Er beginnt zu blühen, deshalb haben wir ihn abgeerntet,und was wir nicht in einer abendlichen Gemüsepfanne verwerten konnten, eingefroren.

Auch der Rosenkohl strebt Ende März seiner Bestimmung entgegen und die Röschen springen auf und wollen lange Triebe werden – siehe: Blühen und Fruchten ist das Ziel.
Wir haben alle Rosenkohlstrünke abgeschnitten und die Röschen abgelöst und eingefroren.
Heuer hat der Rosenkohl wunderbare Gipfelknospen ausgebildet – fast wie kleine Kohlköpfe. Das kann man aber nur erreichen, wenn man den Rosenkohl nicht, wie mancherorts beschrieben, im Herbst köpft. Die Blätter der Gipfelknospe sind zart und schmackhaft, wir haben sie in einer Gemüse/Fleisch-Pfanne verarbeitet.

Rezept: Frühjahrs-Rosenkohl mit Pute und grünem Pfeffer
Pute in nicht zu kleine Stücke schneiden, Zwiebel in dünnen Spalten zugeben, Blätter vom Rosenkohl ablösen und oben auf legen. Das ganze mit Salz und grünem Pfeffer würzen.
Deckel auf die Pfanne und bei guter Hitze braten, bis die Putenstücke unten Farbe bekommen. Dann einmal vorsichtig wenden, noch ein paar Minuten anbraten lassen – fertig!

 

 

Essen ist politisch

Ein Beitrag gesehen auf der informativen Website des großartigen Kartoffelkombinats unter www.kartoffelkombinat.de

Das Welternährungssytem ist aus dem Lot!
Neue Formen der Landwirtschaft wie gemeinschaftlicher Gemüseanbau, Solidarische Landwirtschaft wie im Kartoffelkombinat oder soziale und ökologische urbane Landwirtschaft des Prinzessinnengartens in Berlin-Kreuzberg können helfen und schärfen das Bewußtsein für die Lebens-Mittel!

Blühen und Fruchten ist das Ziel

Oft ist das, was wir von den Pflanzen essen, genau dafür gemacht – zum Verspeist werden! Allem voran die Früchte, Nüsse und Beeren. Das Tier – auch das menschliche – soll es hier fressen und dort die unverdaulichen Samen wieder ausscheiden und so für die Verbreitung der Pflanze sorgen.

Häufig ist das aber auch anders und Mensch und Tier laben sich an Pflanzenteilen, für die das so nicht vorgesehen war – bis sie „auswachsen“ und ihrem eigentlichen Ziel, dem Blühen und Fruchten, entgegen streben.

Beispiel Rosenkohl:
Der ist eine zweijährige Pflanze. Im Herbst/Winter des ersten Jahres garen wir die kugeligen Knospen als leckeres Gemüse. Werden die Röschen nicht abgeerntet, dann treiben sie nach Überwinterung im Frühjahr zu langen Sprossen aus, die im Sommer Blüten tragen.

Beispiel Feldsalat:
Feldsalat ist eine einjährige, aber auch überwinternde krautige Pflanze. Im Herbst und Winter ernten wir die jungen Blattrosetten als Salat. Aus denen entwickeln sich im Frühjahr Blütenstängel mit kleinen hellen Blüten.

Gartentagebuch im Gartenblog – ist das nicht doppelt gemoppelt?

Gartentagebuch
Das Gartentagebuch – ein Geschenk meiner Kinder

Dieser Gartenblog hat seinen Ursprung in einem echten, handfesten Gartentagebuch. Das hatten mir vor langer Zeit die Kinder zum Geburtstag geschenkt, damit die Zettelwirtschaft rund um den Garten ein Ende hat.

Nach den Erfahrungen der ersten Jahre hat sich daraus der Gartenblog entwickelt – sollte ich doch mit Suche, Kategorien und Tags noch besser meine Einträge und Hinweise finden und – das ist entscheidend: auch lesen können ,-)

Seit Juni 2010 ist der Freisinger Gartenblog nun online, und hat sich seitdem von dem ursprünglichen Ziel doch etwas entfernt. Noch immer schreibe ich hier meine Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge nieder, doch sind inzwischen aus den kurzen Notizen ausgewachsene Artikel geworden. „Gartentagebuch im Gartenblog – ist das nicht doppelt gemoppelt?“ weiterlesen