1. Salaternte aus dem Frühbeet

Frühbeet und erster Salat am 23. April 2011
Frühbeet und erster Salat am 23. April 2011

Heuer im zeitigen Frühjahr 16.03. 2011 auf die Schnelle ein paar Bretter zusammen-genagelt, Loch ausgehoben, Pferdemist rein und Erde wieder drauf; dann das Ganze mit unserer alten Duschwand abgedeckt und fertig war das Frühbeet!
Am 19.3. kamen dann die Salatpflanzen ins Beet.

Gut einen Monat später stehen 16 leckere Salatköpfe bereit, die ersten sind schon in die (neue, schöne :-) Salatschüssel gewandert.

Die Ostergruß dazwischen wären schon gewachsen, wenn auch evtl. 1 Woche Vorsprung vor dem Salat nicht schaden würde, aber die meisten hat die Rettichschwärze erwischt.
Am Mist dürfte es nicht gelegen haben, der ist ja nur Heizung unter der Gartenerde.
Aber das Problem kenne ich  und wird mir wohl im Garten beleiben – da helfen nur vorgezogene Rettiche, sind schneller als der Pilz!

Auf dem Beet 3 spitzen schon die ersten PakChoi- und Spinatsämlinge

Echter Mehltau am Wein – ein Trauerspiel

 

IMehltau an Weinch habe es ja schon länger beobachtet, dachte aber nicht, dass das so „katastrophal“ wird – meine Erfahrungen mit Mehltau am Wein waren eben bis dato gleich Null.

Nun zeigt sich aber, dass nicht nur die Blätter, sondern auch die reifenden Trauben befallen werden. Dabei bleiben die Beeren entweder klein und hart oder platzen auf und trocknen ein.

Sehr schade, denn der Stock trägt viele Trauben und ich habe auch bzgl. Ausschneiden versucht, alles Notwendige zu tun. Vielleicht muss ich künftig aber noch intensiver auslichten!

Ich nehme nicht an, dass heuer noch viel zu retten ist, aber was kann man künftig dagegen tun?

Beim Recherchieren im Netz stieß ich auf Hinweise, man könne mit einem Milch/Wasser-Gemisch vorbeugend spritzen – ist da was dran?
Meine Erfahrung: Dieses Milch/Wasser-Gemisch hilft nicht.

Ansonsten gibt es ja bei Neudorf z.B. Netz-Schwefelit.
Im kommenden Jahr zur Bekämpfung des Echten Mehltaus den  Wein vor der Blüte und einmal nach der Blüte mit Netzschwefel spritzen.

Ok, dann mal schaun!

Rote Paprika, grüne Tomaten und die Blaue Hilde

Stangenbohne Blaue Hilde mit Fruchtansatz
Schon aus der erste Blüte der Blauen Hilde wächst ein Schote

Zum ersten mal im „neuen“ Garten haben wir eine große rote Paprika, und die nächste wächst bereits heran. Ich mag Sie gar nicht  anschneiden, so schön und glänzend in dunkelrot-dunkelgrün  liegt sie da … .
Im früheren Garten wuchsen sie leichter, im Frühbeet, auf dem lockeren, stark humosen Boden des Frühbeets.

Auch die Tomaten werden rot, aber bei weitem nicht alle – das Kraut ist inzwischen braun und welk und auch die noch reifenden Früchte bekommen braune Flecken – Braunfäule, trotz Überdachung! Trotzdem haben wir einiges an roten Tomaten geerntet, aber für den Aufwand halt irgendwie zu wenig. Nächstes Jahr probiere ich nochmal Tomaten – Braunfäule-tolerante – wenn´s dann nichts wird, dann kauf ich sie halt wieder beim Biobauern.

Mehr Freude macht das die Blaue Hilde! Schon zum dritten mal – neben vielen kleinen Ernten für ein Mischgemüse – mehr als eine große Schüssel voll geerntet (mit ein paar Feuerbohnen)
Neben reichlich Bohnengemüse, Speckbohnen und Bohnensalat haben wir auch schon einige Kilo  eingefroren.

Die Zucchini am Pfahl hat das Ende desselben erreicht und biegt sich jetzt, behängt mit Früchten, wieder nach unten.
Ob das gut geht? Wir werden sehen.

Die Herbstsalate Endivien und Zuckerhut wachsen (auch im kalten Regen: 10 C° !), Kopfsalat und Chinakohl werden nach wie vor von den Schnecken bedrängt. Ich hab noch pflanzen in Töpfen zum Ergänzen – nur müsst da das Wetter mal Ruhe geben!

Äpfel (Gravensteiner) und Zwetschgen in Hülle und Fülle – wir versuchen zu Saften was geht, backen Apfelstrudel und Zwetschgendatschi und schenken das Obst her: Und doch werden wir der Fülle nicht her, vieles liegt am Boden und vergammelt.
Es macht mich unruhig und unzufrieden, dass ich das Geschenk nicht besser würdigen kann.

Brennnesseljauche – so nützlich wie umstritten

Große Große Brennnessel (Urtica dioica), Nahaufnahme der Blüten (Adampauli, Wikipedia)
Große Brennnessel (Urtica dioica), Nahaufnahme der Blüten (Foto: Adampauli, Wikipedia)

Nun endlich die aus getrockneten Brennnesseln angesetzte Brennnesseljauche ausgebracht.Ich denke, sie ist vielleicht nicht ganz so gut wie aus wie aus frischen Brennnesseln, aber als Notbehelf sehr brauchbar.
Ich habe jedenfalls von meinem Grünzeug überall ein „Ahhh“ und „Danke“ gehört ;-)
Sie macht auch wie das Original dem Namen „Jauche“ alle Ehre, aber das vergeht nach einem halben Tag.

Die 200g Portion, angesetzt mit mit 13 Liter Wasser reicht bei der Verdünnung 1:10 (in der Praxis eigentlich etwas dünner: 13-Liter Giesskanne mit 0,8 Liter Jauche)  ziemlich genau für 1x Garten, wobei jedes Beet 2 Giesskannen (10-12 Liter) bekommt.

In Frankreich ist ja die Brennnesseljauche  seit 2010 verboten – very strange, aber aus Sicht der Chemielobby logisch.
Das zeigt ein hervorragender Film von Arte über die Brennessel: Die Brennnessel ist in Frankreich zu einem Symbol für die Unabhängigkeit von der Agrochemie-Lobby geworden und dem Schutz von altem Gärtnerwissen. Der Film bringt aber auch viel Hintergrundwissen zur Brennnessel.