Echter Mehltau am Wein – ein Trauerspiel

IMehltau an Weinch habe es ja schon länger beobachtet, dachte aber nicht, dass das so „katastrophal“ wird – meine Erfahrungen mit Mehltau am Wein waren eben bis dato gleich Null.

Nun zeigt sich aber, dass nicht nur die Blätter, sondern auch die reifenden Trauben befallen werden. Dabei bleiben die Beeren entweder klein und hart oder platzen auf und trocknen ein.

Sehr schade, denn der Stock trägt viele Trauben und ich habe auch bzgl. Ausschneiden versucht, alles Notwendige zu tun. Vielleicht muss ich künftig aber noch intensiver auslichten!

Ich nehme nicht an, dass heuer noch viel zu retten ist, aber was kann man künftig dagegen tun?

Beim Recherchieren im Netz stieß ich auf Hinweise, man könne mit einem Milch/Wasser-Gemisch vorbeugend spritzen – ist da was dran?
Meine Erfahrung: Dieses Milch/Wasser-Gemisch hilft nicht.

Ansonsten gibt es ja bei Neudorf z.B. Netz-Schwefelit (Anzeige, Amazonlink)
Im kommenden Jahr zur Bekämpfung des Echten Mehltaus den  Wein vor der Blüte und einmal nach der Blüte mit Netzschwefel spritzen.

Ok, dann mal schaun!

Kolbenfresser – der letzte Mais aus dem Garten

Der Zuckermais ist zu dicht gepflanzt
Der Zuckermais ist zu dicht gepflanzt und liefert keine ordentlichen Kolben

Für heuer ist die Maissaison zuende – Zeit für ein Resümee:

Heuer habe ich mich mal an die Beschreibung des Samenpäckchens gehalten und nicht an mein – schon fast auseinander fallendes – Gartenbuch von Marie-Luise Kreuter und die Erfahrungen der letzten Jahre.

Das Samenpäckchen meint, man müsse nur bei sehr dichtem Auflaufen der Saat den Mais ausdünnen – ich habe die letzten Jahre immer auf 20 – 30 cm Absand in der Reihe ausgedünnt.

Heuer eben nicht, ich habe gesät und es wachsen lassen. Ist auch wunderschön ins Kraut gewachsen – nur Maiskolben sind keine rechten dran gewachsen:
Wenige Kolben und die nur 5 – 10 cm mit Körnern besetzt, teils auch nur auf einer Kolbenseite.
Ganz anders, wenn die Pflanzen ordentlich Platz haben. Da gibt es dicke Kolben mit vielen, süßen Körnern!

Also nächstes Jahr: Mais wieder nach Erfahrung  und Marie-Luise Kreuter ausdünnen.

Rote Paprika, grüne Tomaten und die Blaue Hilde

Stangenbohne Blaue Hilde mit Fruchtansatz
Schon aus der erste Blüte der Blauen Hilde wächst ein Schote

Zum ersten mal im „neuen“ Garten haben wir eine große rote Paprika, und die nächste wächst bereits heran. Ich mag Sie gar nicht  anschneiden, so schön und glänzend in dunkelrot-dunkelgrün  liegt sie da … .
Im früheren Garten wuchsen sie leichter, im Frühbeet, auf dem lockeren, stark humosen Boden des Frühbeets.

Auch die Tomaten werden rot, aber bei weitem nicht alle – das Kraut ist inzwischen braun und welk und auch die noch reifenden Früchte bekommen braune Flecken – Braunfäule, trotz Überdachung! Trotzdem haben wir einiges an roten Tomaten geerntet, aber für den Aufwand halt irgendwie zu wenig. Nächstes Jahr probiere ich nochmal Tomaten – Braunfäule-tolerante – wenn´s dann nichts wird, dann kauf ich sie halt wieder beim Biobauern.

Mehr Freude macht das die Blaue Hilde! Schon zum dritten mal – neben vielen kleinen Ernten für ein Mischgemüse – mehr als eine große Schüssel voll geerntet (mit ein paar Feuerbohnen)
Neben reichlich Bohnengemüse, Speckbohnen und Bohnensalat haben wir auch schon einige Kilo  eingefroren.

Die Zucchini am Pfahl hat das Ende desselben erreicht und biegt sich jetzt, behängt mit Früchten, wieder nach unten.
Ob das gut geht? Wir werden sehen.

Die Herbstsalate Endivien und Zuckerhut wachsen (auch im kalten Regen: 10 C° !), Kopfsalat und Chinakohl werden nach wie vor von den Schnecken bedrängt. Ich hab noch pflanzen in Töpfen zum Ergänzen – nur müsst da das Wetter mal Ruhe geben!

Äpfel (Gravensteiner) und Zwetschgen in Hülle und Fülle – wir versuchen zu Saften was geht, backen Apfelstrudel und Zwetschgendatschi und schenken das Obst her: Und doch werden wir der Fülle nicht her, vieles liegt am Boden und vergammelt.
Es macht mich unruhig und unzufrieden, dass ich das Geschenk nicht besser würdigen kann.