Tomate Sunviva – so schmeckt Open Source

Eine schöne Traube von der Die Open Source Tomate Sunviva
Mitte März gesät zeigen sich Anfang Juli in einer schönen Traube die ersten gelben Tomaten der Open Source Tomate Sunviva

Der Begriff Open Source stammt ursprünglich aus dem Bereich der Informatik. Damit gemeint ist die freie Nutzung und Weiterentwicklung von Software. Ein Beispiel dafür ist das berühmte Betriebssystem Linux. Denn keine exklusiven Patente und Nutzungsrechte schränken die weltweite Verwendung und Weiterverarbeitung dieser Software ein.
Und jetzt gibt es mit der Tomate Sunviva auch eine Open Source Tomate!

Wie Standard-Lizenzen im Lebensmittelbereich funktionieren , zeigen die Negativbeispiele großer Lebensmittelkonzerne wie Monsanto. Bauern und Gärtner beklagen beispielsweise die Patente für Brokkoli-Züchtungen und kostenpflichtige Lizenzen auf Saatgut in aller Welt. Denn Bauern und Gärtnern dürfen von so lizenziertem Gemüse und Getreide keine Samen für die nächste Aussaat gewinnen – sie müssen es immer wieder neu kaufen!

Im Gegensatz dazu darf jeder, der Saatgut mit einer Open Source Lizenz Saatgut verwendet, das Saatgut für alle Zwecke nutzen! Das sind die Open-Source Regeln, wie sie OpenSourceSeeds definiert, die jetzt auch für die Tomate Sunviva gelten:

  • „Jeder darf Open Source Saatgut frei nutzen – das heißt anbauen, vermehren, weiterentwickeln und züchterisch bearbeiten. Außerdem darf jeder das Saatgut und seine Weiterentwicklungen im Rahmen bestehender Gesetze weitergeben, egal ob dabei es verkauft, getauscht oder verschenkt wird.
  • Niemand jedoch darf das Saatgut und seine Weiterentwicklungen privatisieren.
  • Jeder Empfänger überträgt zukünftigen Nutzern und Nutzerinnen des Saatguts und seinen Weiterentwicklungen die gleichen Rechte und Pflichten.“

(Quelle: OpenSourceSeeds )

Sunviva – die Open Source Tomate

Sunviva wurde nun als erste Tomatenzüchtung der Welt unter eine Open Source Saatgut-Lizenz gestellt. Somit kann niemand das Recht zur Züchtung, Weiterzüchtung und Verbreitung der Open Source Tomate durch Patente oder Sortenschutz der Saatgutkonzerne exklusiv privatisieren und kommerzialisieren.

Das Netzwerk des ökologischen Freiland-Tomatenprojekts der Universität Göttingen ist der Züchter der Open-Source-Tomate  Sunviva. Der erste, ursprüngliche Saatguterzeuger ist die Saatgutfirma Firma Culinaris.

Diese neue Open Source Tomate ist eine sehr aromatische, süß-saftige, gelbe Cocktailtomate. Die wüchsigen Pflanzen mit lockerem Laub sind robust, Freiland tauglich und widerstandsfähig gegen Braunfäule. Die Tomate Sunviva wird als Stabtomate gezogen.

Open Source Tomaten Links :)