Erdflöhe bekämpfen – keine Löcher an Radieschen und Rucola

Erdflöhe auf den Blättern des Asiasalats
Noch ein leichter Befall: Erdflöhe fressen Löcher in alle Kreuzblüter, z.B. auch in den Asiasalat

Mehr oder minder stark durchlöcherte Blätter von Radieschen, Rucola und Asiasalat: Das sind die Fraßspuren der Erdflöhe.

So winzig der Käfer auch ist, er kann im Haus- und Küchengarten mit seinem Lochfraß durchaus nerven. Solange Rettich, Radieschen und die Pflanzen und von Kohl und anderen Kreuzblüterarten noch genug Blattmasse zum Wachsen haben, hält sich der Schaden in Grenzen. Wachstumsstörungen sind jedoch die Folge.
Und auf dem Salatteller ist niemand ist begeistert von durchlöchertem Rucola und Asiasalat. Die perforierten Blattsalate können zwar noch gegessen werden, aber sehr appetitlich ist das nicht.

Den Lochfraßschaden verursachen Erdflöhe, winzige Käfer mit ca. 2 bis 3 mm Größe. Mit den Flöhen haben sie außer ihrer enormen Sprungkraft zoologisch nichts gemein. Erdflöhe sind Arten aus der Familie der Blattkäfer – und das lässt aufhorchen: Zu den Blattkäfern gehören auch so unangenehme Zeitgenossen wie Lilienhähnchen oder Kartoffelkäfer.

Schon ab April bzw. bei Temperaturen um 5 °C starten die Erdflöhe, fressen an den frühen Saaten und Pflanzen von  Kohl, Radies und anderen Kreuzblüterarten (so auch an der Steckrübe – Gemüse des Jahres 2017/18) und beginnen mit der Vermehrung. Im Juni schlüpft dann die erste Sommergeneration, der je nach Wetterlage noch weitere Generationen bis in den August folgen können. Die letzte Generation Erdflöhe überwintert als Larven im Boden und startet ab April einen neuen Zyklus.

Welche Abwehrmaßnahmen gegen die Erdflöhe gibt es?

Als Erste Hilfe bei der Eindämmung von Erdflöhen kann ein Wedel oder weicher Besen dienen: Wird im Beet öfter mal für „Action“ gesorgt – zum Beispiel durch leichtes Überkehren -, springen die Flöhe weg und finden größtenteils nicht mehr zurück.

Oft werden Mischkulturen mit Bohnenkraut, Spinat oder Salat empfohlen. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie jedoch konnten damit keine überzeugende Wirkung feststellen.

Echte Ansatzpunkte für eine, aus eigener Erfahrung, erfolgreiche „Bekämpfung“ bieten Boden und Blatt.

Ein lockerer und feuchter Boden hält die Erdflöhe in Schach! Häufiges Hacken ist also angesagt und/oder regelmäßiges Mulchen mit Rasenschnitt, Rhabarberblättern oder sonstigen geeigneten Gartenabfällen. Damit schlägt der Gärtner/die Gärtnerin auch gleich zwei Fliegen (oder besser Käfer ,-) mit einer Klappe: Hacken und Mulchen im Garten hilft auch Wassersparen.
zusätzlich kann man noch Brennesseljauche oder andere Pflanzenjauchen ausbringen, das wirkt vorbeugend und stärkt die Pflanzen durch die milde Düngung.

Sehr hilfreich ist auch, den Erflöhen mit Gesteinsmehl den Appetit zu verderben. Dazu Algenkalk oder Gesteinsmehl fein auf die Blätter stäuben – das ist völlig ungiftig, hält die Käfer aber von den Blättern fern.

Schadbild der Erdflöhe